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Ziegenlexikon

Historischer Abriss der Bedeutung von Ziegen

11. September 2019 von Kai Hagemeister

Im Frühneolithikum (5500 – 4300 v. Chr.) sind die ersten Bauern im mitteleuropäischen Raum nachgewiesen. Sie bevorzugten fruchtbare Lössböden, so dass deren Verbreitung in Deutschland bis ins nördliche Harzvorland und ins Leinetal die Ausbreitung der neuen Wirtschaftsweise markiert. A. Galik von der Universität Wien schließt aus Knochenfunden, dass in dieser Zeit den Haustieren als Fleischlieferanten eine besondere Bedeutung zukam. Auf die Nutzung als Fleischlieferanten weist ein überproportional hoher Anteil juveniler Knochen bei den Funden hin. Bevorzugt wurde das Rind, gefolgt von Schaf und Ziege. Schweine spielten im Vergleich eine untergeordnete Rolle.

Im Mittelneolithikum (4300 – 2900 v. Chr.) breiteten sich Ackerbau und Viehzucht immer mehr ins Flachland aus, das um 3700 v. Chr. als neolithisiert gelten kann. Nach benecke94 finden sich in dieser Zeit vermehrt die Knochen adulter weiblicher Tiere, was auf eine Nutzung der Milch hinweist. Der Anteil der Ziegen ist im Flachland zu vernachlässigen und liegt bei unter 20%. In bergigen Regionen steigt der Anteil der Ziegen auf bis zu 60%.

Im Spätneolithikum (2900 v. Chr. bis zum Beginn der Bronzezeit) entstanden längere Zeit anhaltende bauliche Strukturen. Zuvor bestand eine hohe Mobilität. Ausgrabungen weisen darauf hin, dass Ziegen im Spätneolithikum zumindest teilweise im Haus gehalten und mit Zweigen und Blättern gefüttert wurden. Funde von Gerätschaften wie Quirle, Siebe und Spinnwirtel lassen vermuten, dass bereits Käse hergestellt und Wolle verarbeitet wurde.

In der darauf folgenden Kupfer- und Bronzezeit sorgte die Herstellung von Werkzeugen und Waffen für einen gewaltigen Fortschritt, der durch die darauf folgende Eisenzeit nicht übertroffen werden konnte. Eisen, das besonders im Flachland in Form von Raseneisenerz verfügbar war, ersetzte lediglich Bronze und Zinn. Knochenfunde bei Kratzeburg in Mecklenburg Vorpommern von überwiegend adulten Ziegen weisen darauf hin, dass bereits in der Bronzezeit sowohl Ziegen als auch Schafe nicht mehr primär als Fleischlieferanten gehalten wurden. Primär stand bereits die Nutzung von Milch und Wolle im Vordergrund lüning97.

Während der Eisenzeit (800 – 0 v. Chr.) begann man, schriftliche Dokumente zu hinterlassen. Sie markiert damit den Abschluss der Vorgeschichte und den Eintritt in die Frühgeschichte. Gegen Ende der Eisenzeit entstanden ausgedehnte Grünlandflächen. Gefundene Geräte zur Wiesenbewirtschaftung legen nah, dass diese Flächen zur Gewinnung von Winterfutter gemäht wurden.

Mit der römischen Epoche (0 – 500 n. Chr.) beginnt eine grundlegende Änderung der agrarischen Produktionsstruktur. Es entstanden landwirtschaftliche Grossbetriebe, die die städtische Bevölkerung mit Agrarprodukten belieferten. Der römische Agrarschriftsteller Columella (1. Jh. n. Chr.) beschreibt in seinen landwirtschaftlichen Lehrbüchern für Italien auch die Haltung von Ziegen, die in Herdengrößen von 50 – 100 Tieren extensiv weiden und im Winter im Stall gehalten werden. Als Zuchtziel wird eine hohe Milchleistung und Wollproduktion angegeben.

Im anschließenden Mittelalter (500 – 1500 n. Chr.) genießt die Ziegenhaltung hohes Ansehen. Karl der Große soll eine besondere Vorliebe für Käse gehabt haben und förderte die Ziegenzucht, wie überlieferte Urkunden beweisen. Bereits im 14 Jh. änderte sich die Einstellung zur Ziege. Da das Ackerland begrenzt war, wurden Ziegen oft zum Weiden in den Wald getrieben. Die dadurch entstehenden Forstschäden führten am 13. Mai 1338 zu einer Waldordnung zwischen Sinzig und der Herrschaft Landskron. Darin wurde das Verbot erteilt, im Kirchspiel Heckenbach Ziegen zu halten. Im Wald vorgefundene Ziegen sollten vom Förster eingefangen und verkauft werden kurth89.

Auch im 16 Jh. ändert sich an dem Bild der Ziege als Forstschädling nichts. So legte man den Besitzern in der Pfalz nahe, ihre Tiere abzuschaffen. 1560 ergeht in Kursachsen und 1685 in Preußen das Verbot, Ziegen in Wälder zu treiben hesse02. Ähnlich sieht es in anderen europäischen Ländern aus. So verbietet das Parlament von Grenoble die Ziegenhaltung in einem Teil der Provinz Dauphinée gall01.

1720 verbietet der Kurfürst von Trier die Waldweide von Ziegen durch eine Forstordnung um die durch die Eisenindustrie verwüsteten Gebiete wieder aufzuforsten. Trotzdem nahmen Ziegenbestand und Forstschäden enorm zu, so dass er befahl, alle Ziegen zu erschießen.

1773 war im Kurfürstentum Trier nur noch Leuten, die sich aufgrund ihrer Armut keine Kuh leisten konnten erlaubt, eine Ziege im Stall zu halten. Außerdem wurde ein Ziegengeld als Abgabe für jede gehaltene Ziege verlangt kurth89. Ähnliches gilt für andere Gebiete. So wird 1791 in einer Verordnung auch in der Pfalz untersagt, Ziegen zu besitzen, wenn man in der Lage ist, eine Kuh zu halten. In der Verordnung heißt es:

„Leuten, welche eine Kuh zu halten im Stande sind, keine Geisen zu halten gestattet ist. Armen Gemeindsleuten, Hintersassen, Hirten, Bergarbeitern sei es erlaubt, zwey Geisen oder Böcke und zwey Zicken ohnentgeltlich zu halten.“ hesse02

Im Sauerland verpflichtet man alle grundlosen Ziegenbesitzer, ihren Bestand auf eine Ziege zu reduzieren, insofern sie kein Huderecht besitzen. Ziegen wurden in dieser Zeit überwiegend unter erbärmlichen Bedingungen in dunklen Löchern gehalten, die ein anderes Haustier kaum hätte überstehen können. Ziegenhalter sind hauptsächlich die ärmeren Bevölkerungsschichten, wie Tagelöhner, Grundbesitzlose oder arme Familien. Für sie spielte neben dem fehlenden Weideland der Preis für eine Ziege eine wichtige Rolle. So bezahlte man im 19 Jh. zwischen 5 und 6 Thaler für eine Ziege, währendessen eine Kuh zwischen 30 und 50 Thaler kostete kurth89. Diese Voraussetzungen bewegten Markgraf Friedrich Carl Alexander 1790, im Gegensatz zur allgemeinen Stimmung gegen die Ziegenhaltung, dazu, seinen Untertanen die Haltung von Ziegen, zur Verbesserung der Versorgung ihrer Familien, zu empfehlen. Auch in Bergwerksorten war die Ziegenhaltung sehr beliebt, weil man glaubte, dass Ziegenmilch gegen Lungentuberkulose helfen würde hesse02.

Bis zum Ende des 19. Jh. konnte von einer Ziegenzucht kaum die Rede sein. Vornehmliches Ziel war die Versorgung der Familie mit Milch. Inzucht bei der Ziegenzucht war nicht selten, da oft der Bock aus der eigenen Nachzucht verwendet wurde. Auslauf und Pflege für die Tiere ist unbekannt. Sie werden oft ganzjährig in dunklen beengten Stallungen gehalten, die mit Luftlöchern und einem Urinabfluss ausgestattet sind.

Aus diesen desolaten Verhältnissen wurde zwischen 1884 und 1927 aus privater Initiative die Edelziege gezüchtet. Der Landwirt Christian Dettweiler importierte 1884, zur Verbesserung der weissen Schläge in Hessen, die ersten Appenzeller Ziegen aus der Schweiz. 1887 importierte er gemsfarbige Schwarzberg-Guggisberg Ziegen und begründete die Zucht der Wintersheimer Ziege, die in geringem Maß die Harzziege beeinflusste und heute nicht mehr existiert. 1890 richtete die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) auf Betreiben von Dettweiler auf einer Ausstellung in Straßburg erstmals eine eigene Abteilung für Ziegen ein. 1892 importiert der Brauereibesitzer Ulrich aus Pfungstadt auf Veranlassung von Dettweiler Saanenziegen aus der Schweiz um die Milchleistung der eigenen Ziegen zu verbessern. Kurz darauf wurde der erste Ziegenzuchtverein in Pfungstadt gegründet. 1894 entstanden weitere Ziegenzuchtvereine in Hessen und 1895 etablierte die DLG einen Sachverständigenausschuss für Ziegenzucht. 1901 wurde in Hessen die Körordnung erlassen, womit erstmals eine jährliche Prüfung von Böcken auf Zuchttauglichkeit erfolgte. 1926 gründete sich bei Bad Freienwalde die Versuchswirtschaft Hohenwutzen für Ziegenhaltung und Fütterung. 1927 fasste der Reichsverband deutscher Ziegenzüchter-Vereinigungen und die DLG die weißen vorhandenen Schläge unter der einheitliche Bezeichnung Weiße Deutsche Edelziege zusammen. Die bunten Schläge wurden zur Bunten Deutschen Edelziege zusammengefasst. Im Gegensatz zur Weißen Deutschen Edelziege spielte bei der Bunten Deutschen Edelziege die Einkreuzung importierter Rassen eine untergeordnete Rolle. Sie ist vornehmlich aus der Selektion der vorhandenen bunten Schläge entstanden. gall01

Mit zunehmenden Wohlstand nimmt der Umfang und die Bedeutung der Ziegenhaltung in Deutschland ab. Der 1922 erreichte Höchststand an Ziegen sank kontinuierlich, unterbrochen durch Zunahme in der Zeit des zweiten Weltkrieges. 1977 erreichte die Bedeutung der Ziegenhaltung in Deutschland ihren Tiefststand. Bei der durchgeführten Viehzählung erfasste man gerade einmal 36 000 Tiere. Als Konsequenz wurden Ziegen in den darauf folgenden Viehzählungen nicht mehr berücksichtigt, so dass die zu findenden Zahlen auf Schätzungen des Bundes Deutscher Ziegenzüchter beruhen.

Kategorie: Ziegenlexikon

Harzziege

11. September 2019 von Kai Hagemeister

Die Harzziege wurde Anfang des 20 Jahrhunderts im Harz gezüchtet. Hier galt sie vor allem den Bergleuten als ?Kuh des armen Mannes? deren Milch selbst Giftstoffe neutralisieren sollte.

Die Braune Harzer Ziege ist eine rehfarbene, kurzhaarige Ziege mit hellem Bauch der durch einen deutlich sichtbaren schwarzen Haarstreifen abgegrenzt ist. Sie ist eine Farbvariante der Bunten Deutschen Edelziege mit der Zuchtbezeichnung ?helle Zuchtrichtung?.

Die Harzziege galt bis vor wenigen Jahren als ausgestorben. Sie ist eine robuste, genügsame und widerstandsfähige Ziege, die zur Wiesenpflege auf steilen Flächen eingesetzt wird und für die Landschaftspflege geeignet ist.

Bock Trockenmasse Zuchtziel Max. Verbreitung (Herdbuchbestand)

60 – 85 Kg

80 – 90 cm

2,2 Kg/Tag

Milchziege und Wiesenpflege

Sachsen-Anhalt

Robuste, genügsame Ziege, die zum Einsatz in der Landschaftspflege gut geeignet ist.

Kategorie: Ziegenlexikon, Ziegenrassen

Girgentana Ziege

11. September 2019 von Kai Hagemeister

Die Girgentana Ziege stammt ursprünglich aus der Provinz Agrigento (Sizilien), von der sich auch ihr in Italien gebräuchlicher Name Agrigento ableitet. Ihre Herkunft ist ungeklärt. Aufgrund ihres Korkenzieherförmigen Gehörns, gibt es Spekulationen darüber, dass sie nicht wie die meisten anderen Hausziegen von der Bezoarziege abstammt, sondern von der in Afghanistan lebenden Markhor-Ziege. Die Markhor-Ziege weist jedoch eine entgegengesetzte Drehung der Hörner auf.

Die Girgentana Ziege ist eine anspruchslose und Widerstandsfähige Rasse, die auch mit sehr karger Vegetation auskommt. Als Futter dienen vorwiegend Gras und Kräuter von Bergwiesen. Die Milchleistung ist gering, was dafür sorgte, dass diese Ziegenrasse durch Einkreuzung fast ausgestorben ist. Aufgrund ihres Aussehens gibt es einige Züchter und Tiergärten, die um ihre Erhaltung bemüht sind. Für die Landschaftspflege ist sie gut geeignet.

Bock Trockenmasse Zuchtziel Max. Verbreitung (Herdbuchbestand)
70 – 80 Kg 80 – 90 cm 2,25 Kg/Tag Milchziege Nordrhein-Westfalen
Gut geeignet für den Einsatz in der Landschaftspflege. In Deutschland ist sie schwer zu erwerben.

Kategorie: Ziegenlexikon, Ziegenrassen

Holländer Schecke – Bunte Holländische Ziege

11. September 2019 von Kai Hagemeister

Die Holländer Schecke, auch Bunte Holländische Ziege genannt, wurde ursprünglich anfang des 20. Jahrhunderts in den niederländischen Provinzen Süd-Holland und Zeeland aus holländischen Landziegen durch Einkreuzung von Ziegen der Rassen Toggenburger und Saanenziege gezüchtet. Später kreuzte man auch Weiße Deutsche Edelziegen mit ein.

Die Ziegen sind schwarz-, grau oder braunweiß gescheckt mit gedrungendem Körperbau. Sie sind widerstandsfähig, kaum krankheitsanfällig und können in der Landschaftspflege eingesetzt werden.

Bock Trockenmasse Zuchtziel Max. Verbreitung (Herdbuchbestand)

70 Kg

75 – 85 cm

2,1 Kg/Tag

Milchziege

Niedersachsen

Eine extrem robuste Rasse, die aus diesem Grund sehr gut für den Einsatz in der Landschaftspflege geeignet ist.

Kategorie: Ziegenlexikon, Ziegenrassen

Die Entstehung der Hausziege

11. September 2019 von Kai Hagemeister

Aus zoologischer Sicht gehört die Ziege zur Klasse der Säugetiere (Mammalia), Ordnung Paarzeher (Artiodactyla), Unterordnung Wiederkäuer (Ruminantia) und zur Familie der Horntiere (Bovidae). Innerhalb der Familie der Horntiere bilden Ziegen und Schafe die Unterfamilie der
Ziegenartigen (Caprinae) (siehe „Die Stellung der Ziegen in der zoologischen Systematik nach GRZIMEK(1988)“).

Zur Gattung der Wildziegen (Capra), zählt man Steinböcke (Capraibex, Capra nubiana, Capra sibirica, Capra walie, und Capra
pyrenaica
), den Bezoar (Capra aegagrus mit den Subspezies Capra aegagrus creticus und der domestizierten Ziege Capra aegagrus hircus), den Markhor (Capra falconeri mit den Subspezies Capra falconeri heptneri, Capra falconeri chialtanensis, Capra falconeri megaceros und Capra falconeri jerdoni) und den Tur (Capra Caucasia und Capra cylindricornis) (legel90).
Vereinzelt findet man auch Hinweise, auf den bereits ausgestorbenen Prisca (Capra prisca) (watt66).

Aus zoologischer Sicht sind die heutigen mannigfaltigen Ziegenrassen lediglich Subspezies der Wildziegen. Der vom östlichen Mittelmeer bis Pakistan vorkommende Bezoar (Capra aegagrus) gilt aufgrund von Hornvergleichen als Stammvater der Hausziege (Capra aegagrus f. hircus) (brohmer94).

Legt man Brohmer zugrunde, handelt es sich beim Bezoar um (Capra aegagrus) dessen Subspezies die Stammform der Hausziege Capra aegagrus f. hircus bildet. Wobei das f. für forma steht und seit den 60-er Jahren auf eine domestizierte Form hinweist.

Bei einigen Ziegenrassen spricht jedoch vieles dafür, dass der in Asien beheimatete Markhor (Capra falconeri) den Ursprung bildet oder an deren Entstehung mitwirkte. So vermutet man, dass bei der Entstehung der Girgentana Ziege der Markhor beteiligt war (grünenfelder). Dafür sprechen die einem Korkenzieher gleich, nach oben gerichteten Hörner. Die Drehung der Hörner verläuft jedoch beim Markhor entgegengesetzt, so dass die Behauptung in Frage gestellt werden muss. Trotz dieser Diskrepanz muss man festhalten, dass die säbelförmigen Hörner des Bezoar morphologisch weit entfernt sind von den Hörnern der Girgentana Ziege.

Die große Variation der Hornformen bei heutigen Hausziegen bis hin zur Hornlosigkeit erschwert eine Aussage zur Abstammung der Hausziegen. Aufgrund derzeitiger
Erfahrungen kann man davon ausgehen, dass es permanente Einflüsse durch Wildziegen auf domestizierte Ziegen gab und gibt. Wildziegen und Hausziegen
können fruchtbare Nachkommen zeugen. Es kommt nicht selten vor, dass eine Hausziege von einem Steinbock (Capra ibex) gedeckt wird. Die Nachkommen fallen in solchen Fällen durch ihre meist extrem ausgebildeten Hörner auf. Zahlreiche Belege für Verpaarungen von Wildziege und Hausziege sind bekannt (legel90).

Der Bezoar kann jedoch als Stammvater der Hausziege angesehen werden. Dafür sprechen nicht nur Hornvergleiche sondern auch das Verbreitungsgebiet des Bezoar, in dem dieersten domestizierten Ziegen gefunden wurden.

Die Anfänge der domestizierten Ziege werden auf das 8. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung datiert. Als Belege für diese Annahme dienen Ausgrabungen in Ganj Dareh und Ali Kosch (Irak), die ein Alter von ca. 10 000 Jahren aufweisen. Die gefundenen Knochen unterscheiden sich von Wildziegen durch ihre Morphologie und die Art der Knochenfunde, in Bezug auf die Zusammensetzung der ursprünglichen Ziegengruppe. Unter den in Ganj Dareh gefundenen Ziegen sind auffällig viele männliche Jungtiere. Morphologisch betrachtet, sind die gefundenen Tiere kleiner als heutige Wildtiere. Beide Hinweise deuten darauf hin, dass es sich nicht um gejagte wilde Ziegen, sondern um domestizierte Ziegen handelt.
Bei den in Ali Kosch gefundenen Ziegen fällt zusätzlich zu dem auffällig hohen Anteil von Jungtieren eine Veränderung im Querschnitt des Hornzapfens auf. Beides weist auf domestizierte Ziegen hin
(gall01).

Einen weiteren Hinweis liefern Überlieferungen von Tempelzeichnungen aus Palästina (Jericho). Sie lassen vermuten, dass der Beginn der Domestizierung von Wildziegen
bereits im 10. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung begann (legel90).

Die Anfänge der Domestikation der Ziege datieren vor der des Schafs. Als Hinweise für diese Aussage, dienen nicht nur die
bereits angeführten Funde. Auch beim Schaf gibt es Hinweise, die eine sehr früh beginnende Domestikation vermuten lassen. Die Anspruchslosigkeit der Ziege und ihre Fähigkeit, durch ihr Fressverhalten Flächen für eine landwirtschaftliche Nutzung zu erschließen, sprechen für die Ziege. So soll sie bereits frühzeitig zur Waldrodung eingesetzt worden sein, um Siedlungs- und Ackerbaugebiete zu erschließen (benecke94).
Gall verweist darauf, dass in Südwest-Asien, wo Menschen erstmals mit dem Ackerbau begannen, auch Wildziegen lebten und nur diese im Stande gewesen wären, die damals vorherrschende unhygienische Haltung, gekoppelt mit psychischen Stress und unzureichender Fütterung, zu überstehen. Auch seien Ziegen besser an die Haltung in Waldgebieten angepasst, die damalige Siedlungen meist umgaben.

Kategorie: Ziegenlexikon

Die Stellung der Ziegen in der zoologischen Systematik nach GRZIMEK(1988)

11. September 2019 von Kai Hagemeister

Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
Unterordnung: Wiederkäuer (Ruminantia)
Familie: Hornträger (Bovidae)
Unterfamilie: Böcke oder Ziegenartige (Caprinae)
Gattungen:

Mähnenspringer (Ammotragus)

Blauschafe (Pseudois)

Tahre (Hemitragus)

Moschusochen (Ovibos)

Schafe (Ovis)

Steinböcke und Wildziegen (Capra)

Arten:

Steinbock (Capra ibex) – 10 Unterarten

Schraubenziege oder Markhor (Capra falconeri) – 7 Unterarten

Bezoar (Capra aegagrus) – 2 Unterarten

Kategorie: Ziegenlexikon

Die Biologie der Ziege

11. September 2019 von Kai Hagemeister

Gemeinsam mit den Schafen bilden die Ziegen die Unterfamilie der Ziegenartigen. Optisch sind Ziegen in Europa meist leicht von Schafen zu unterscheiden. Es gibt jedoch Schafrassen, bei denen eine optische Unterscheidung schwer fällt. Weder die Wolle noch die Form der Ohren oder des Schädels liefern Anhaltspunkte für eine Zuordnung. Ein sicheres optisches Unterscheidungsmerkmal ist die Haltung des Schwanzes. Schafe lassen den Schwanz hängen, Ziegen stellen den Schwanz auf gall01.

Genetisch unterscheiden sich Ziegen und Schafe durch ihre unterschiedliche Chromosomenanzahl. Während Ziegen 60 Chromosomen besitzen, sind es bei Schafen nur 54 Chromosomen. Trotzdem gibt es Berichte über erfolgreiche Kreuzungen zwischen Ziege und Schafbock, nicht jedoch vice versa gall01.

Der wohl augenscheinlichste Unterschied zwischen Schafen und Ziegen, ist das unterschiedliche Wesen der Tiere. Während Schafe bei plötzlicher Gefahr blindlinks die Flucht ergreifen, beobachten Ziegen meist die Situation neugierig, bevor sie adequat darauf reagieren.

Eine der schönsten Beschreibungen über das Wesen der Ziegen, findet sich in einem Buch von Johannes Lutz. In ihm schildert er die Ziege aus der Sicht eines Hirten:

?Der Umgang mit Ziegen ist voller Überraschungen, vielfältig, zwiespältig, mit extremen Hochs und Tiefs. Zum einen brachten mich die Geißen mit ihrer Gewitztheit, Dickfelligkeit und Eigenwilligkeit bis auf die letzte Palme. Zum anderen forderten sie alle Liebe heraus, die ich einem Mitgeschöpf zu geben vermochte. Im Alltag bin ich einer jener Ärgerfresser, welche die aufkommende Wut wie Briefmarken sammeln, anstatt sie in kurzen, heftigen Ausbrüchen loszuwerden. Mit der Ziegenherde ging das nicht mehr. Ich tobte, schrie, schäumte, dass ich durchs ganze Tal zu hören war. Minuten später war ich wieder vollkommen aufgeräumt, mit mir und der Welt im reinen.

Es ist kein Wunder, dass das Wort Kapriolen von capra stammt. Man muss auf alles gefasst sein, vor allem, wenn das wachsame Auge des Hirten sich in ein Buch vertieft. Oftmals gaben die scheinbar ruhig weidenden Ziegen Gas, sobald meine Aufmerksamkeit beim Hüten nachließ und meckerten fröhlich, wenn ich sie keuchend einholte. Ihre Tricks abzuhauen musste ich mit Respekt anerkennen. So wie ich sie allmählich kennenlernte und ein Gespür für einen nahenden Schabernack entwickelte, so lernten sie die diversen Grade meiner Achtsamkeit abzuschätzen und nutzten sie für selbständige Weiderouten aus.

Einmal rettete ich eine junge Geiß, die sich in einer Felswand verstiegen hatte und mich kläglich anmeckerte, als wäre ich persönlich für ihre Unbesonnenheit verantwortlich. Unter mir der Abgrund, hievte ich die Ziege auf die Schultern. Mit dem einen Arm umklammerte ich ihre Beine, mit der anderen Hand suchte ich nach Griffen im Fels. Die Geiß verhielt sich vollkommen ruhig, andernfalls hätte ich uns auch nicht in Sicherheit bringen können. Als ich mir später die Stelle nochmals anschaute, erschrak ich über meinen Mut, ohne Seil in die Wand gestiegen zu sein. Die Ziege vergaß diese Rettungsaktion nicht, kam von da an oft zu mir und lehnte den Kopf an meinen Oberschenkel.

Beim Fressen zeigen die Ziegen einen unbeständigen Charakter. Sie lieben die Abwechslung, zupfen die besten Kräuter aus der Weide, schälen bei den Grünerlen die Rinde ab, knabbern auch an Disteln und Alpenkreuzkraut, kappen bunte Blüten und verschmähen nicht mal den Alpenampfer. ? hosli59

Die Beschreibung zeigt, dass die Ziege ein Herdentier ist, innerhalb der Herde jedoch individuell agiert. Besonders auffällig ist ihre Eigenwilligkeit, die mit dem Verhalten einer Katze vergleichbar ist. Ziegen kann man kaum zu etwas zwingen, allenfalls überlisten. Diese Eigenschaften, führten dazu, dass Ziegenrassen, wie die Zwergziege, oft ausschließlich als Spielkamerad gehalten werden.

Die Biologie der Ziege, kann man auf den Lebensraum der Wildziegen zurückführen. Der ursprüngliche Lebensraum der heutigen Hausziege ist das Gebirge oberhalb und unterhalb der Baumgrenze. Hier herrscht eine extreme Vielfalt überwiegend kargen Futters und extreme Klimabedingungen mit zum Teil wenig Wasserangeot.

Ziegen sind auf diese extremen Bedingungen bestens angepasst. Sie sind sehr robust und kommen mit den verschiedensten Klimaverhältnissen zurecht. Eine Ausnahme bildet hier aufgrund des lanolinfreien Haarkleides der Regen. Ziegen meiden ihn im Allgemeinen. Schon bei einer geringen Niederschlagsmenge suchen sie einen Schutz oder Unterstellplatz auf. Da Ziegen ihren Wärmehaushalt über Mikroorganismen im Pansen (Rumen) regeln, kann dadurch entstehender Futtermangel bei gleichzeitig niedrigen Temperaturen zu gesundheitlichen Komplikationen führen. Auch Feuchtigkeit und heißes Klima führen in Kombination zu Komplikationen. Als Grund vermutet man, dass die Temperaturregulation über Verdunstung nicht möglich ist und eine Entlastung durch nächtliche Abkühlung fehlt. gall01

In der Futterverwertung ist die Ziege sehr anpassungsfähig, frisst bei einem breiteren Angebot jedoch sehr selektiv, wobei Kräuter, Blätter, Knospen und junge Zweige bevorzugt werden.

Ziegen sind netzmagen- und labmagenbetont. Das Futter gelangt über die Speiseröhre in den Pansen. Mittels Muskelbewegung wird das so aufgenommene Futter zwischen Pansen und Netzmagen (Retikulum) gemischt (Schleudermagenkontraktion). Beide Magenabschnitte sind drüsenlos und von einer Vielzahl von Mikroorganismen (Bakterien, Protozoen und Hefen) besetzt, die den schwerverdaulichen Anteil der pflanzlichen Nahrung fermentieren. Der dabei entstehende Gärungsprozess sorgt gleichzeitig für die Regulierung des Wärmehaushaltes der Ziege. In der zweiten Phase der Futterverwertung beginnt die Ziege mit dem Wiederkäuen. Dazu wird ein Teil des Vormageninhalts angesogen und der Futterbrei in das Maul gestoßen, wo die Ziege ihn mit reichlich Speichel zu einem Brei kaut. Der so entstandene Brei gelangt in die Vormägen zurück. Über Pansen und Netzmagen, auch Haube genannt, gleitet der Brei in den Blättermagen (Psalter, Omasum), wo die überschüssige Feuchtigkeit ausgepresst wird. Der so eingedickte Nahrungsbrei wird in den Labmagen (Abomasum) weitergeführt, wo er von Drüsensäften, wie dem Lab, aufgespalten wird wilkinson87. Der Labmagen der Ziege weist Tendenzen zum Monogastier auf. Durch die vergleichsweise geringen Ausmaße von Pansen und Blättermagen, sind die Verdauungsorgane der Ziege weniger auf die mikrobielle Strukturverdauung ausgelegt. Hierfür spricht auch der vergleichsweise sehr lange Darm. Ziegen besitzen dadurch die Fähigkeit, Pflanzen mit hohen Rohfasergehalt zu verwerten. Zwingt man sie ausschließlich Gras vom Boden zu fressen, erweisen sie sich als ausgesprochen anfällig für Parasitosen. walkenhorst03

Auch im Wasserhaushalt zeigt die Ziege physiologische Besonderheiten, die sie von anderen Nutztieren abhebt. So können Ziegen auf Vorrat trinken und kommen ähnlich wie Kamele im Vergleich zu anderen Wiederkäuern mit wenig Wasser aus. Abbauprodukte des Stoffwechsels können konzentriert in einer geringeren Harnmenge abgegeben werden loehle97.

Auch können Ziegen Wasser mit relativ hohem Salzgehalt noch nutzen legel90.

Die Ziege bildet so aufgrund ihrer Genügsamkeit, der hohen Rohfaserverwertung, der guten Akklimatisation und der Fähigkeit der Wasserbevorratung im besonderen in den Gebieten die Grundlage zur Ernährung der Menschen, in denen die Existenzmöglichkeit für andere Wiederkäuer nicht besteht legel90.

Kategorie: Ziegenlexikon

In Deutschland gehaltene Ziegenrassen

11. September 2019 von Kai Hagemeister

Auf den folgenden Seiten wird ein Grossteil der in Deutschland, gezüchteten Ziegenrassen beschrieben. Maßgebend bei der Auflistung ist die Eintragung im Herdbuch.

Die angegebene Größe der Tiere in cm, bezieht sich auf die Widerristhöhe. Die benötigte tägliche Trockenmasse errechnet sich nach Mowlem mowlem92 aus dem Körpergewicht und dem daraus folgenden, für adulte, nicht laktierende Ziegen anzunehmenden durchschnittlichen Bedarf. Sie ist insofern von Interesse als sie die maximale Nahrungsaufnahme der Ziege beschreibt.

[menu name=“ziegenrassen“]

Kategorie: Ziegenlexikon

Haltungsformen der Hausziege

11. September 2019 von Kai Hagemeister

Die Ziegenhaltung wurde im dicht besiedelten, landwirtschaftlich intensiv genutzten Deutschland, in Nischen gedrängt. Nach gall01 gibt es in dieser Zeit im wesentlichen vier Haltungsformen.

Haltungsformen für Ziegen:

Haltung einzelner Ziegen durch Nicht-Landwirte
Mit dem steigenden Interesse an alternativen Lebensformen,
gewinnt diese Haltungsform an Bedeutung. Mit Ziegen können
Abfälle, Nebenprodukte und sonst nicht nutzbare Flächen
verwertet werden.
Haltung in landwirtschaftlichen Kleinbetrieben
Meist bildet hier die Ziegenhaltung einen Nebenzweig um
beispielsweise Abfälle oder brach liegende Flächen zu nutzen.
Haltung größerer Herden in Spezialbetrieben
Hierbei besteht eine Konkurrenz zu Schafen und Rindern. Die Preise für
Ziegenprodukte sind aufgrund des erhöhten Aufwands teurer,
als die von Rindern. Mit der ökologischen Produktionsweise und dem steigenden
Bewusstsein für gesunde Ernährung in der Bevölkerung, gewinnt diese Haltungsform jedoch zunehmend an Bedeutung.
Haltung einzelner Ziegen als Liebhaberei
Bei dieser Halungsform ist der wirtschaftliche Nutzen nicht
relevant.

Das Bundesnaturschutzgesetz sorgte durch seine Anforderung, natürliche als auch historisch gewachsenen Artenvielfalt zu schützen, für eine weitere Nutzungsform von Ziegen. 1987 trat die novellierte Fassung des Arten- und Biotopschutzes in Kraft, nachdem grundsätzlich auch Trockenrasen, Borstgrasrasen, Röhrichte, seggen- und binsenreiche Nasswiesen, Salzwiesen, Moore und Sümpfe zu erhalten sind. Im Rahmen dieser Anforderungen gewinnt der Einsatz von Ziegen zunehmend an Bedeutung. So schreibt glavac83, dass die Entstehung und die Ausgestaltung mitteleuropäischer Kalkmagerrasen für einen Zeitraum von 5000 Jahren in engem Zusammenhang mit der Ziegenbeweidung stand. In den 90-er Jahren dokumentieren zahlreiche Studien den erfolgreichen Einsatz von Ziegen zur Kontrolle von Weideunkräutern wie Besenginster (Cytius scoparius), Binsen (Juncus effusus), Brennesseln (Urtica spp.), Disteln (Cirsium spp.), Krauser Ampfer (Rumex crispus), Stechginster (Ulex spp.) oder Leptospermum soparium) schröder95. Als intermediäre Spezies in Bezug auf das Fressverhalten (Gras-/Buschfresser), werden Ziegen zunehmends in der Landschaftspflege eingesetzt, so das eine weitere öffentlich geförderte Haltungsform für Ziegen entsteht.

Für 2004 schätzt man den Bestand der in Deutschland gehaltenen Ziegen auf 170 000 Tiere. Das sind 6,3 % mehr, als 2003. Größere Herden sind jedoch auch 2004 kaum zu finden, so dass die von gall01 aufgeführten Haltungsformen dominieren und der Ziegenhaltung als landwirtschaftlicher Betriebszweig wenig Bedeutung zukommt.

Kategorie: Ziegenlexikon

Bestandsentwicklung der Ziegenhaltung

11. September 2019 von Kai Hagemeister

Der Ziegenbestand in Deutschland war in der Geschichte stark an den vorherrschenden Lebensstandard gekoppelt Mit zunehmenden Lebensstandard nahm der Ziegenbestand deutlich ab. Seinen Tiefpunkt erreichte der Ziegenbestand 1977 mit gerade einmal 36 000 gezählten Tieren. Seither ist wieder ein Aufschwung zu verzeichnen. Verantwortlich dafür war die steigende Nachfrage nach Ziegenprodukten durch Gastarbeiter, die zur Einführung einer Fleischziege (Burenziege) in Deutschland sorgten. Später belebte das gestiegene Interesse an gesunden Lebensmitteln aus biologischer Erzeugung die Zunahme der Ziegenbestände. So werden 2004 schätzungsweise bereits über 10% aller Ziegen im ökologischen Landbau gehalten.

Der zunehmende Einsatz der Ziege als Landschaftspfleger, sorgte seit den 90-er Jahren ebenfalls für eine Zunahme der Bestände. Wobei bei wirtschaftlich rentablen Wirtschaftsweisen meist eine Fleischziegenhaltung mit gleichzeitiger Biotopflege gekoppelt ist. Eine Magerrasenpflege bei gleichzeitiger Ziegenmilchgewinnung ist schwer umsetzbar, wenn auch nicht ausgeschlossen. Die Zeit der üblichen Magerrasenpflege von Mai bis September fällt in die Zeit der Laktation, so dass die Milchgewinnung erschwert wird rahmann03.

Nach rahmann03 kann für eine Mutterziege eine Spezialkostenfreie Leistung von 680 Euro pro Jahr erzielt werden. Als Grundlage der Kalkulation dient eine Herde von 50 Ziegen und eigene Futterproduktion). Da es für Ziegenmilch keine Quotenregelung gibt, eine steigende Nachfrage nach Ziegenmilch und Ziegenkitzfleisch besteht und Ziegen zur Grünlandverwertung und Landschaftsplfege eingesetzt werden können, sollte auch aus wirtschaftlicher Sicht eine weitere Zunahme des Ziegenbestandes abseits der Hobbyhaltung gegeben sein. Aktuelle Schätzungen für 2004 durch harley04 liegen bei 170 000 Tieren. Nach der vom Bundesverband Deutscher Ziegenzüchter (BDZ) durchgeführten Zuchttierzählung, liegt die Zahl der Zuchttiere bei 13 584. Den Gesamtbestand aller Ziegen schätzt der Verband 10 mal so hoch und kommt damit für 2003 auf nahezu 136 000 Tiere. Für dasselbe Jahr weist harley04 160 000 Tiere aus. Die Schätzungen sind, da keine genaue Zählung seit 1977 erfolgte, nur Anhaltswerte. Beide Annahmen verweisen jedoch auf eine Zunahme im Vergleich zu vorausgegangenen Schätzungen. Tabelle, ?Ziegenbestände in ausgewählten Ländern der EU (1000 Stück)? listet nach harley04 die Entwicklung des Ziegenbestandes ausgewählter EU-Länder von 1998 bis 2004 im Vergleich auf.

Tabelle 2. Ziegenbestände in ausgewählten Ländern der EU (1000 Stück)(harley04)

Land 1998 2000 2002 2004
Belgien 12 16 25 —
Deutschland 125 140 160 170
Griechenland 5520 5180 5468 5185
Spanien 2780 2829 3047 2992
Frankreich 1087 1156 1229 1218
Irland 15 10 8 9
Italien 1331 1375 988 978
Luxemburg 1 1 2 3
Niederlande 145 190 268 300
Österreich 54 56 58 56
Portugal 793 623 538 547
Finnland 7 7 5 5
Schweden 5 5 5 6
England 80 76 93 —

Kategorie: Ziegenlexikon

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